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Pressekolumne

Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Der niederösterreichische Landesjägermeister Josef Pröll rief ins Wirtshaus. Der Chefjäger von Niederösterreich, der einst als ÖVP-Obmann seine Partei ins 21. Jahrhundert führen wollte, ließ feinste Speisen auftischen, wie das Wirtschaftsblatt berichtete: Schnitzel im Apfelmantel, Keilernossi, Wildschwein in Backteig mit Krautsalat oder eine "Wilde Zwetschken Nuss".

Pröll hatte auch eine Bitte an die Esser. "Wir sollten unser heimisches Wildbret - schon aufgrund seiner hohen Qualität - auch vorwiegend daheim verzehren", sagte der Ex-Minister dem Wirtschaftsblatt. Und gab sich als Frauenversteher: "Wild zu verkochen ist keine Geheimwissenschaft erfahrener Hausfrauen", erklärte Pröll beim fröhlichen Halali im Wirtshaus. "Auch die junge, moderne Frau sollte vor der Zubereitung von Wildbret nicht zurückschrecken und heimisches Wild in den Speiseplan aufnehmen." Kaum zu glauben, dass dieser Mann einst die ÖVP modernisieren wollte.


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