Seinesgleichen geschieht

Hillary Clinton, die neue Weltunordnung und wir

Der Kommentar des Herausgebers


Von Armin Thurnher

Falter & Meinung, FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Bei schönem Wetter scheinen manchmal die Nachrichten auszugehen. Trotzdem habe ich das Gefühl, als warte man auf irgendwas, auf die große Krise, den großen Krach, der sich im Hintergrund anbahnt, eine dumpfe Gefahr, von der man sich gern ablenken lässt. Im Radio reden sie von Verhandlungen um das Minsker Abkommen. Ein langer Weg steht uns bevor, sagt der deutsche Außenminister. Aber kein Weg wird an ihm vorbeiführen.

In den USA hat Hillary Clinton bekannt gegeben, sie werde bei den Präsidentschaftswahlen antreten. Möglich, dass sie die Nominierung durch die demokratische Partei schafft, obwohl der Erste, der sich als Kandidat bewirbt, selten zum Kandidaten gewählt wird. Aber eine Kandidatin, nach dem ersten afroamerikanischen Präsidenten die erste Frau im Amt, das hätte schon was.

Nur, was genau? Barack Obamas Gesundheitsreform würde Clinton jedenfalls nicht zurücknehmen. Als demokratische Präsidentin stünde sie republikanischen Mehrheiten in Kongress und Senat gegenüber

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