"Ausreichend gepflegt"

Ein vertraulicher Bericht der Staatsanwaltschaft zeigt, warum der Fall des "verwesenden" Stein-Häftlings ungestraft bleibt


Bericht: Florian Klenk
Politik | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Seine Zelle stank nach Verwesung, und der Gefängnisarzt attestierte Lebensgefahr. Eine Schwester fotografierte seine fünf Zentimeter langen Zehenkrallen. Das war im März 2014.

Als der ÖVP-Justizminister zwei Monate später im Falter die Fotos von Wilhelm S., 74, sah, ließ er nicht nur vier Justizwachebeamte suspendieren, er löste gleich die Strafvollzugsdirektion auf, jene Einheit, die alle Gefängnisse Österreichs verwaltet.

Wolfgang Brandstetter sprach von einer Katastrophe, und er versprach eine große Reform des Maßnahmenvollzugs, also der Unterbringung „geistig abnormer“ Rechtsbrecher, die in Österreich nicht bestraft, sondern therapiert werden müssen. Die Sache müsse strafrechtlich, disziplinär und politisch untersucht werden.

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