Gebt den Affen Zuckerln

In der Zuckerlwerkstatt wird nicht nur von Hand gefertigt, seit Kurzem ist alles rein pflanzlich

Stadtleben | Besuch: Birgit Wittstock | aus FALTER 16/15 vom 15.04.2015

Zuckerln haben heutzutage ein schweres Standing: Sie sind so etwas wie das süße Äquivalent zu Wärmeflaschen, beworben mit Großvätern, Hustenkranken oder hustenden Großvätern. In den Supermarktregalen findet man zwischen all den verschiedenen Sorten von Schokoladen, Keksen und anderem Naschzeug vor allem Plombenreißer aus Karamell oder Fruchtgummi. Die anachronistischen Klassiker, Seidenzuckerln und Saure Drops, verstauben heute in den Gläsern diverser Süßwarengeschäfte.

Dass das aber auch anders geht, zeigen seit anderthalb Jahren die beiden gebürtigen Salzburger Maria Scholz und Christian Mayer mit ihrer Manufaktur "Zuckerlwerkstatt" in der Wiener Herrengasse. In dem kleinen Verkaufslokal, in dem sich Gläser voller bunter Zuckerln, Lakritze und Lollis aneinanderreihen, wird mehrmals täglich Nachschub hergestellt. Live. Da kann man zusehen, wie aus literweise geschmolzenem Zucker, Kräutern und Pflanzenfarben langsam riesige bunte Rollen geformt, in deren Inneres Motive eingearbeitet,


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