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Falter & Meinung | Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Kinder, wie die Zeit vergeht. Der Reaktorunfall von Tschernobyl, der eine Giftwolke über Europa schleuderte, liegt nunmehr 29 Jahre zurück. Der Tsunami, der halb Südostasien verwüstete, rollte vor fast elf Jahren übers Festland. Und vor genau zehn Jahren wurde Heinz-Christian Strache Parteichef der FPÖ.

Rechtzeitig zu dessen Jubiläum ist Nina Horaczek aus ihrer Karenz zurückgekehrt, man könnte beinahe meinen, sie hätte es so getimt. Ein Glück für den Falter und seine Leser. Schließlich gibt es in Österreich wohl keine Journalistin, die sich so intensiv mit dem Ganzrechtsaußen der Innenpolitik befasst hat. Im Jahr 2009 schrieb Horaczek gemeinsam mit ORF-Journalistin Claudia Reiterer die kritische Biografie "HC Strache", in der sie unter anderem die Jugend des blauen Parteiführers im rechtsextremen Milieu nachzeichnete. Für diese Ausgabe recherchierte sie erneut tiefgehend über die Freiheitliche Partei und beschreibt, was die vergangenen zehn Jahre mit Strache, der FPÖ und dem Land gemacht haben.

Unsere neue Kollegin Stefanie Panzenböck ist ebenfalls gerade rechtzeitig zu uns gestoßen und hat sich Straches härtesten politischen Konkurrenten vorgenommen, nämlich den Ziegelstein. Der ist nicht nur elementarer Bestandteil der Facebook-Seite "Kann dieser seelenlose Ziegelstein mehr Freunde haben als H.C. Strache?"(167.000 Fans; Strache hat 223.000), sondern er ist auch der Baustoff der Wiener Ringstraße. Anlass für die Geschichte gibt ein weiteres Jubiläum. Die Prunkallee wurde vor 150 Jahren erbaut. Kinder, wie die Zeit vergeht.


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