Lebt und arbeitet mit Sound

Der Klangkünstler Peter Kutin erforscht Wüsten und Gletscher. Und er groovt

Feuilleton | Porträt: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Musik ist heute aufgrund ihrer permanenten Verfügbarkeit allgegenwärtig und wird undogmatisch quer durch den Gemüsegarten konsumiert. Junge Musiker sind einem Overload an verfügbaren Stücken aus allen musikalischen Genres und Epochen ausgesetzt. Im günstigsten Fall gelingt es ihnen, aus der vorhandenen Fülle einen faszinierend eigenen Sound zu formen, siehe etwa Bilderbuch oder die Jazzband Kompost 3. Andere sind überfordert und verlieren sich in einem Ozean aus Beliebigkeit.

Eines kann 15-Jährigen heute jedoch kaum passieren, nämlich, wie Peter Kutin, praktisch ohne Musik aufzuwachsen. Auf die Frage, mit welchen Klängen im Ohr er groß geworden ist, sagt der Anfangdreißiger aus Knittelfeld: "Mit keinen. Meine Eltern haben keine Musik gehört, höchstens Radio Steiermark.

Teilweise konnte man in Knittelfeld nicht einmal FM4 empfangen. Trotzdem war früh der Wunsch da, irgendeinen Blödsinn mit Musik und Sound zu machen. Ich habe in schrecklichen Standard-Rockbands Gitarre gespielt,


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