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IT-Kolumne

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Sogenannte "Spoilerwarnungen" gehören mittlerweile zu meinen Feeds auf Facebook und Twitter wie das Morgengebet in der Volksschule: Alle machen brav mit, aber in Versuchung geführt werden wir trotzdem, spätestens in der großen Pause, wenn Geheimnisse und Süßigkeiten ausgetauscht werden. Online funktioniert es ähnlich: Man will von den Plots der geliebten Fernsehserie und der neuesten Filme nichts lesen, bevor man diese nicht selbst gesehen hat, aber, hach, dann kommt so ein Buzzfeed-Artikel, "These Animated 'Game of Thrones' Deaths Are Absolutely Adorable", und wer kann da schon widerstehen?

Von dem Bösen erlösen soll uns Unspoiler, eine App für den Browser, die vom Benutzer gewählte Schlüsselwörter mit einer Spoilerwarnung verdeckt. Mittels Zensur der Versuchung widerstehen? Das funktioniert erfahrungsgemäß so lange, bis man in der großen Pause zu einer Runde "Ich seh, ich seh, was du nicht siehst" eingeladen wird.


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