"Liebe ist auch etwas Gefährliches"

Die deutsche Band Tocotronic verbindet auf ihrem neuen Album Rebellion und Romantik. Sänger Dirk von Lowtzow über sein Jugendzimmer, Deutschrap, Solidarität und die Beach Boys

Feuilleton | Interview: Gerhard Stöger | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Der Falter erreicht Dirk von Lowtzow wochenends an einem eher ungewöhnlichen Ort. Der 44-jährige Sänger, Gitarrist und Songwriter der deutschen Diskurspopband Tocotronic befindet sich gerade auf Kurzbesuch in seiner Geburtsstadt Offenburg in der baden-württembergischen Provinz.

Zuletzt hatte der Musiker und Nebenerwerbskunstkritiker gemeinsam mit dem Regisseur René Pollesch ein Stück für die Berliner Volksbühne gemacht, am 1. Mai erscheint nun die elfte Platte seiner Band Tocotronic. Wie schon "das weiße Album" von 2002 ist sie schlicht mit dem Namen der Gruppe betitelt und wird analog dazu "das rote Album" genannt. 20 Jahre nach dem epochalen Debüt "Digital ist besser" ist "Tocotronic" der bislang prächtigste Pop-Entwurf des an sich eher dem Rock zugeneigten Quartetts.

Falter: Herr von Lowtzow, auf der neuen Platte singen Sie ein Lied aus jugendlicher Perspektive. Wie sah Ihr eigenes Jugendzimmer einst aus?

Dirk von Lowtzow: Ich hatte großes Glück. Im Reihenhaus meiner Eltern


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