Zieht dem Prater die Lederhosen aus

Zwischen Kraftplatz und Kommerz: Die Prater-Kaiserwiese beim Riesenrad lässt die Wogen hochgehen


Wiesenbesuch: Lukas Matzinger
Stadtleben | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Auf der Kaiserwiese liegen wieder Menschen. Die Sonne scheint, Touristen fotografieren einander vor dem Riesenrad, Studenten sitzen auf Decken und lesen. Es ist schön hier.

Nachdem das herbstliche Volksfest "Wiener Wiesn" und der anschließende Speisezirkus "Palazzo" die Grünfläche zwischen Praterstern und Riesenrad schwer zugerichtet hatten, ließ der rote Bezirksvorsteher der Leopoldstadt Karlheinz Hora vor zwei Wochen einen Rollrasen auslegen. Nach acht Monaten Gatsch, Bauzäunen und Schotter ist die Kaiserwiese wieder frei und grün.

Davon war nicht unbedingt auszugehen. Noch im Dezember ließ Hora mit dem Vorschlag aufhorchen, die Wiese einfach schottern zu lassen. Eine 40-Zentimeter-Schicht aus großen Steinen sollte das Gelände für Veranstaltungen fest machen. Eine Bürgerinitiative hat den roten Bezirkschef jetzt zum Umdenken gebracht.

850 Facebook-Gruppenmitglieder und 3000 Unterschriften hat die Bewegung "Kaiserwiese für alle" gegen die Eventisierung der Wiese gesammelt. Nach

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