Sport Glosse

Der hippste Trainer und die Kultur des Schreckens

Stadtleben | Johann Skocek | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Im Sommer trennen sich Trainer Jürgen Klopp und Borussia Dortmund nach sieben Jahren Zusammenarbeit. Auf Gipfel ist man geklettert, hat auf die kleinen Bayern runtergeschaut und in den Herzen war Friede. Kaum steckt er im Sumpf: Flucht. Der hippste Trainer der Welt haut den Hut drauf. Er passe nicht mehr "perfekt" zur Mannschaft, sagt er. "Manchmal erschrecke ich mich selbst, wenn ich die Bilder im TV sehe." Und? Das war sein Job, Angstmachen. Was hat er geglaubt? Schön sein? Gescheit sein? Das ist Fußball, keine Yoga-Runde. An wen soll man sich anhalten, wenn auch noch Michael Häupl und Fritz Neugebauer in Pension gehen? Natürlich, wir haben Maria Vassilakou. Naturtalent. Wiens Fußball könnte wieder was werden, wenn sie ihn endlich aufmischt. Dafür kriegt sie eine Begegnungszonentangente vom Verteilerkreis bis zum Praterknoten.

Johann Skocek über den Job des Coach


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