"Die Holding wird das Sagen haben"

Der Grüne Wolfgang Zinggl warnt: Die Bundestheater bekommen noch mehr Millionen, ihre Kontrolle wird noch schwieriger

Feuilleton | Interview: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Hinter dem wenig attraktiven Wort "Bundestheaterorganisationsgesetz" steckt die juristische Grundlage für den Bundestheaterkonzern. Burgtheater, Staatsoper und Volksoper wurden im Jahr 1999 ausgegliedert und gehören jetzt offiziell der Bundestheater-Holding und nicht mehr dem Staat. In dem Gesetz sind etwa der kulturpolitische Auftrag und die Basisabgeltung geregelt.

Im Zuge des Finanzskandals um die Bundestheater gab Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) eine Studie über die Neustrukturierung der Holding in Auftrag und initiierte eine Novelle zum Bundestheaterorganisationsgesetz. Dem grünen Kultursprecher Wolfgang Zinggl wurde der Entwurf zugespielt. Im Falter-Gespräch macht er auf einige überraschende Details aufmerksam.

Falter: Herr Zinggl, Sie haben den Entwurf für das neue Bundestheaterorganisationsgesetz gelesen. Was ist daran neu?

Wolfgang Zinggl: Der Entwurf sieht eine Erhöhung von über 18 Millionen Euro vor. Bisher bekamen die Bundestheater 148,9 Millionen, jetzt werden


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