Kopf hoch!

Armin Bardel schickt von den Fenstern seiner Wohnung aus Textbotschaften über den Naschmarkt

Stadtleben | Hausbesuch: Stefanie Panzenböck | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Keep thinking" liest man dieser Tage auf den Fenstern über dem Café Drechsler an der Linken Wienzeile. Jeder der zwölf Buchstaben steht in einer der sechs Flächen, in die die großen Altbaufenster unterteilt sind. Die Worte sind so abgeteilt, dass man sie als Aufforderung zum Weiterdenken oder als "Bleib dünn, König" lesen kann - "Keep thin-king".

Es ist fast 20 Jahre her, dass der Künstler Armin Bardel das erste Mal eine Botschaft Richtung Naschmarkt plakatierte. Bardel war gerade aus den USA zurückgekommen und hatte dort Gefallen an der Idee der "Four-Letter-Words" gefunden - den Wörtern mit vier Buchstaben, die nicht öffentlich gesagt oder ausgestellt werden dürfen. Bardel sah sich in seiner Wohnung 24 kleinen Fensterflächen, also vier großen Fenstern gegenüber und beschloss, in diesem Rahmen der Außenwelt seine Gedanken über die Welt im Allgemeinen oder die Politik im Besonderen mitzuteilen.

Das allererste Wort, das der mitteilsame Herr Bardel - 1995 oder 1996 - in die


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