Pac-Man schlägt schwarzen Ritter

Zwei Wiener Immobilienkonzerne geben seltene Einblicke, wie an der Börse Übernahmeschlachten geführt werden

Politik | Frontbericht: Josef Redl | aus FALTER 17/15 vom 22.04.2015

Die Wiener Börse ist nicht gerade als turbulenter Finanzplatz ver schrien. Abgesehen von ein paar Anlegerskandälchen tut sich wenig. Seit etwas mehr als einem Monat tobt allerdings ein Börsenkrieg, den man in Wien nur vom Hörensagen kennt: der Versuch einer feindlichen Übernahme.

Auf der einen Seite: die CA Immo. Das Unternehmen hält Immobilien im Wert von rund 3,6 Milliarden Euro.

Auf der anderen Frontlinie: die mit 5,9 Milliarden Euro schwerem Portfolio beinahe doppelt so große Immofinanz.

Für ein paar Wochen durften die beiden Duellanten Wall Street spielen. Ihre Munition: ein buntes Repertoire an aktienrechtlichen Tricks, um den Konkurrenten zu blockieren. Es lohnt sich, den Krieg etwas näher zu betrachten:

Es begann eigentlich ganz friedlich: Bis vor wenigen Monaten verhandelten CA Immo und Immofinanz über eine Fusion. Vergeblich.

Die CA Immo ändert nun ihre Taktik und wurde zum "schwarzen Ritter" (siehe Grafik). Sie wollte eine feindliche Übernahme starten. Sie hamsterte Immofinanz-Aktien.


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