IT-Kolumne

Digitalia

Medien | Anna Goldenberg | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Als anständige Digitalbewohnerin gehört es sich, ab und zu den Niedergang alter Kulturtechniken zu monieren. Diesmal: Handschriften und damit die Möglichkeit für tiefgründige Charakteranalysen. Adieu, Ringerl statt i-Punkt (weiblich, Yoga), z mit der Extraschlinge (Lederaktentasche, Opernbesucher) und unlesbare Runen (Birkenstock, zitiert Foucault). Wie wir tippen, sagt deutlich weniger über uns aus. Oder?

Eine neue App namens Neuroqwerty misst, wie schnell und regelmäßig wir in die Tasten hauen. Forscher vom MIT sammeln diese Informationen, weil sie vermuten, dass sie so etwas über den Verlauf von Parkinson herausfinden können. Die fortschreitende neurologische Erkrankung beeinträchtigt die Kontrolle der Bewegung. Nutzer erhalten einen monatlichen Newsletter mit Informationen über das eigene Verhalten -etwa, ob man mit der linken oder rechten Seite besser unterwegs ist. Allerdings nur auf der Tastatur.


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