Boatpeople, Migration und die überalterte Gesellschaft

Livia Klingl legt ein fundiertes und sachliches Plädoyer für einen Paradigmenwechsel im Umgang mit Flucht und Migration vor

Politik | Rezension: Heidi Schrodt | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Fast täglich werden wir mit Nachrichten konfrontiert, die von Flüchtlingstragödien im Mittelmeer berichten. "Gestürmte Festung Europa" - mit diesem Titel hatte bereits 2006 Corinna Milborn die Situation treffend charakterisiert. Und an der Situation hat sich in der Zwischenzeit nur wenig geändert. Europa hat sich im vergangenen Jahrzehnt noch mehr abgeschottet, die betroffenen Aufnahmeländer werden nach wie vor im Stich gelassen, ein solidarisches Europa ist weit und breit nicht in Sicht.

Österreich fügt sich gut in diesen europäischen Kontext mit seiner auf Abwehr und Kriminalisierung ausgerichteten Flüchtlingspolitik. Dabei wäre es wie Deutschland eigentlich als Einwanderungsland zu bezeichnen. In Wiener Volksschulen haben, dem weltweiten Trend entsprechend, bereits mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler eine andere Erstsprache als Deutsch. Da kommt ein Buch wie das von Livia Klingl gerade recht. Es trägt den umständlichen Titel: "Wir können doch nicht alle nehmen!


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