MAUER DES LÄCHELNS

Landeshauptmann Erwin Pröll steckt Millionen in die Kultur und will so die Wirtschaft ankurbeln. Für einen neuen Museumsbau in Krems greift der Schuldenkaiser noch einmal tief in die Tasche

Feuilleton | Analyse: Matthias Dusini, Stefanie Panzenböck | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Die Welt wird sich auch noch drehen, wenn es Erwin Pröll nicht mehr gibt." Der Landeshauptmann von Niederösterreich gab sich bescheiden, als er vergangene Woche in Krems das Konzept für ein neues Kunsthaus präsentierte. Das Gebäude mit dem provisorischen Namen Galerie Niederösterreich sei natürlich nicht der Endpunkt der kulturellen Entwicklung der malerischen Stadt am Tor zur Wachau. Aber, so viel stellte Pröll klar, es handle sich immerhin um einen "historischen Moment".

Pröll verwandelte das Land der Klöster und Getreidesilos in eine Region der Festivals und Museen und stellte das kulturelle Erbe in die Auslage der Freizeitgesellschaft. Auch die Galerie Niederösterreich ist Teil dieser langfristigen Strategie.

Alles begann 1996 mit einem neuen Kulturförderungsgesetz des Landes. Es sah mehrjährige Förderverträge und damit eine bessere Planbarkeit vor, unabhängige Gutachter sollten den Einfluss der Politik zurückdrängen. Vier Jahre darauf folgte der nächste Schritt, die


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