Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (212)

Stadtleben | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Frau R. ärgert sich immer wieder über Mitmenschen, die in ihrer Wohnstraße den Motor ihres Autos unnötig lange laufen lassen, während sie in aller Ruhe einpacken oder etwas aus der Wohnung holen. Darf man solche Leute darauf hinweisen, dass ihr Motorenlärm nicht nur umweltschutztechnisch zum Himmel stinkt?

Sie dürfen nicht nur, Sie müssen! Immerhin ist nicht anzunehmen, dass in Ihrer Wohnstraße Besitzer eines 70er-Jahre-Škodas wohnen, dessen Motor zickt, wenn man ihn vorm Losfahren nicht mindestens eine Viertelstunde warmlaufen lässt. Wobei natürlich auch das Fahren einer solchen Dreckschleuder einen massiven Karmapunkte-Abzug bedeutet. Selbst die Motoren ultrakatalysierter Kutschen, flüsternder Hybride oder supersauberer E-Autos gehören bei Nichtgebrauch abgestellt -Energie wächst schließlich nicht auf Bäumen. Der Letzte macht das Licht aus!

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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