Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Ismgasm

Was Sie nie über Sex wissen wollten: Heidi List antwortet, bevor Sie fragen

Kolumnen | Heidi List | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Unarten. Zum Beispiel an langen Nachmittagen immer wieder den Finger nur noch einmal ins Nutellaglas stecken. Also, dann schon auch abschlecken. Am Ende des Tages hat man Schädlweh vor lauter Histamin, weil man das Gleiche mit dem immer nur einen Schluck aus der Rotweinflasche betrieben hat. Auch eine Unart ist, kurz vor dem Schlafengehen noch einmal die Mails durchzusehen, nur, um dann genau zu wissen, was man morgen schon wieder nicht schaffen wird. Und es ist eine Unart, alles nur mehr in gasm und ism auszudrücken, um sich die Bildung eines Satzes zu ersparen.

Kürzlich zirkulierte das Wort "Bedgasm". Das sei jener köstliche Moment, in den man im Bett versinkt nach einem langen Tag. Ja, eh außer man hat sich über den Tag eine Migräne angechunkt sowie sich gerade noch das bevorstehende Arbeitspensum ins schwelende Burnoutgefühl geholt. Wenn man da ins Bett sinkt, ist der Moment der Valurngasm (für unsere bundesdeutschen Redakteure: Vonvornhereinverlorenhabengasm). Außer man hat noch Sex mit wem Geilen. Gerade noch gekratzt, die Kurve zum Thema der Kolumne. Scratchism.


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