Theater Kritiken

Zum Abschied ein Sommernachtstraum

Lexikon | SS | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Michael Schottenberg hat sich zum Ende seiner Intendanz ein Märchen inszeniert. Und so wird bei Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" mit viel Prunk und Glitzer auch Abschied gefeiert. Das Ensemble tritt golden und weiß über den Zuschauerraum auf die Bühne. Die Feen tummeln sich zwischen Urwaldkulissen. Und von den Logen auf der Bühne, wie es sie auch zu Shakespeares Zeiten im Globe Theatre gab, spielen die Musiker rund um Imre Lichtenberger-Bozoki ihre Streich-und Blasmusik. Ernie Mangold als Puck zu besetzen ist die größte Innovation dieser ausladenden Inszenierung, die ansonsten etwas zu brav bleibt. Der charmanteste und witzigste Teil des Abends sind die Szenen rund um Peter Squenz (Rainer Frieb), der mit seiner ungeschickten Theatertruppe "Pyramus und Thisbe" einstudiert - hier nimmt sich das Theater selber nicht allzu ernst.

Volkstheater, Sa 19.30, So 15.00, Mo 19.30


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