Neue Väter braucht das Land

Bloß nichts versäumen: Vater sein bedeutet mehr als ein wenig Spaß am Sonntag

Stadtleben | Innenperspektive: Georg Renöckl | aus FALTER 18/15 vom 29.04.2015

Was ist ein "neuer Vater"? Der Psychotherapeut Gerhard Bruckner ist dem Schlagwort zum ersten Mal im Studium begegnet. In einem Proseminar zu dem Thema saßen vor allem Frauen und diskutierten darüber, wer nun bügeln soll, erzählt Bruckner. "Ich habe mir gedacht: He, das kann es doch nicht sein!" 15 Jahre ist das her. Vor kurzem sagte eine Bekannte zu ihm, dass sie sich darüber freue, wenn ihr Mann den Geschirrspüler ausräumt. Ihr Problem: "Ich finde ihn dann nicht mehr sexy."

Als Oliver Hänel, ein Kollege Bruckners, vor zwei Jahren Vater wurde, dachte er kaum über Haushaltsgeräte nach. Ihm war klar, dass sich sein Leben gerade fundamental verändert hatte. Er wollte eine Männergruppe gründen, um sich mit anderen jungen Vätern auszutauschen, doch es kam niemand. Kein Wunder: "Männer suchen erst Hilfe, wenn es schon brennt", sagt Hänel.

"Wir Männer" heißt die Website, die Bruckner und Hänel gemeinsam betreiben. Sie bieten offene Gesprächsabende zu verschiedenen Themen an,


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