Kunst Kritiken

Betritt ein Hippopotamus die "Dunsthalle"

Lexikon | NS | aus FALTER 19/15 vom 06.05.2015

Am liebsten zeichnet er auf Millimeterpapier. Der Budapester Künstler Zsolt Tibor interessiert sich für "Hierarchien, Maßstäbe und Größen", wie in seiner Arbeit "Big Boss", wo er zwei buschartige Formen mal groß, mal klein druckt. Die durch den medialen Mix von Zeichnung, Malerei und Projektion reizvolle, aber auch sehr kryptische Schau heißt "I'm for the hippopotamus". Zwei Nilpferdköpfe blicken den Betrachter in einer Installation an, die durch pendelnde Boxhandschuhe eine surreale Note erhält. Am Beginn der Schau steht das klassizistische Architekturmodell "Dunsthalle", die den Nimbus solcher Kunsttempel aufs Korn nimmt. Immer auf Papier arbeitet sich Zsolt auf mal analytische, mal frei flottierende Weise an der Dingwelt ab.

Galerie Lukas Feichtner, bis 23.5.


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