Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 19/15 vom 06.05.2015

Pop

Waxahatchee: Ivy Trip

Die junge US-Songwriterin Katie Crutchfield erzählt als Waxahatchee Geschichten von zwischenmenschlichen Problemlagen und postpubertärer Orientierungslosigkeit. "Our love tastes like sugar but it pulls all the life out of me", heißt es da etwa, oder ganz grundsätzlich: "I don't hold faith in much." Ein alter Hut? Mag sein, ist aber trotzdem toll. Neben der beiläufigen Direktheit des Gesangs liegt das vor allem daran, dass die Musik Sanftmütigkeit und Gerumpel, Lo-Fi und Pop-Chic so überzeugend eint. (Wichita) GS

Pop

Nowhere Train: Tape

Vor sechs Jahren rollte der Nowhere Train mit heimischen Musikern durchs Land. Stefan Deisenberger (Naked Lunch), Jakob M. Kubizek (Love&Fist), Frenk Lebel, Stephan Stanzel (A Life, A Song, A Cigarette) und Ian Fisher spielten überall, vom Bergbauernhof bis zum Hochsicherheitsgefäng nis. Nach einem Doku-Film begab sich die zur Band gereifte Bande ins Studio, um live und ohne Overdubs ein Album aufzunehmen. Ergebnis: eine hübsche Songsammlung zwischen Folkrock und Country. (Record Bag) SF

Lokal/Global

Alma: Transalpin

Das Quintett Alma hat seine Wurzeln in der heimischen Volksmusik, später wurden die Bandmitglieder klassisch ausgebildet. Mit drei Geigen, Bass, Akkordeon und (Jodel-)Gesang durchwandern sie in eigens arrangierten und selbstkomponierten Stücken die Seckauer Alpen und das Zillertal; sie reisen musikalisch bis nach Marokko sowie in den Norden (Dänemark, Finnland, Estland): 15 Stationen, wild und archaisch, verträumt und melancholisch, "so weit die Phantasie zu hören vermag". (col legno) MDA

Musikverein, 12.5., 20 Uhr


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