Kommentar

Es gibt größere Probleme als die Pannen bei der Zentralmatura

Bildung

Nina Brnada | Falter & Meinung | aus FALTER 19/15 vom 06.05.2015

Auf eines muss sich Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) wohl einstellen: Während der Zentralmatura werden jegliche Fehler der Bildungsbehörden zelebriert, falls sie zutage treten. Wenn beispielsweise in eine Schule die falschen Angaben geliefert werden - da sind Schlagzeilen garantiert. Die Zentralmatura ist auch ein Test für das Bildungssystem. Aber nur einer von vielen und auch einer der unwichtigeren. Denn die Probleme des Systems beschränken sich bei weitem nicht auf die Pannen bei der Durchführung der Zentralmatura.

Für viele Schülerinnen und Schüler steht mehr auf dem Spiel, für sie geht es immer mehr um ihre prinzipiellen Chancen in dieser Gesellschaft. Österreich gehört zu jenen OECD-Ländern, in denen der Bildungsaufstieg am schlechtesten gelingt. So macht etwa mehr als jeder Zweite, dessen Eltern Akademiker sind, ebenso einen Universitätsabschluss. Aus Familien, wo die Eltern nur Pflichtschule absolviert haben, sind es aber nur magere sieben Prozent.

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