KRIEGSENDE 8. MAI 1945

Schätze aus der Mottenkiste

Die Generation der Weltkriegszeit stirbt aus, ihr Nachlass stellt Kinder und Enkel vor viele Fragen. Wohin mit den vielleicht historisch wertvollen Objekten?

Politik | Überblick: Barbara Tóth | aus FALTER 19/15 vom 06.05.2015

In der Familie Fuchs wird erzählt, dass Opa Franz nicht in den Krieg musste, weil er nach einem Unfall in seiner Jugend den rechten Arm nicht zum strammen Hitlergruß ausstrecken konnte. Am 1. Mai 1945, kurz vor Kriegsende, wurde er dann doch zum Volkssturm gegen die heranrückenden Alliierten einberufen.

Aber Franz, von Beruf Kaufmann, von der Berufung Fotograf, war vif. Er entschuldigte sich bei seinem Oberst, er wolle noch schnell sein Fahrrad heimbringen und sich von seiner Familie verabschieden. Zu Hause erfuhr er von seiner Cousine aus Dornbirn, dass die Franzosen schon im Lande seien. "Franz, du musst nimma gehen, die sind schon bei der Feller Pfiffa bei Schwarzach", sagte sie. Da versteckte er sich am Dachboden und knipste von dort aus den Einzug der Franzosen über die Brücke über die Bregenzer Ache gleich neben dem Haus. Sie war die einzige in ganz Vorarlberg, die nicht gesprengt worden war, weil Franz' Bruder Ludwig ein Kabel sabotiert hatte.

Franz' Fotos zeigen Panzer in Bewegung,


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