Lass uns träumen, Seele

Zu kommerziell für FM4, zu anspruchsvoll für Ö3? Clara Blume macht bemerkenswerten Pop - und hat es damit nicht leicht

Feuilleton | Porträt: Gerhard Stöger | aus FALTER 19/15 vom 06.05.2015

Die Frau heißt tatsächlich so. Was sich nach dem Pseudonym eines verträumten Hippiemädchens anhört, steht auch in der Geburtsurkunde der Wiener Songwriterin, die dieser Tage ihr erstes Album "Here Comes Everything" veröffentlicht: Clara Blume. "Es wäre wirklich peinlich, wenn ich mich im Künstlernamen 'Blume' nennen würde", sagt die 30-Jährige, die neben bemerkenswerten Liedern auch eine interessante Lebensgeschichte im Angebot hat.

Der Name stammt von einer niederländischen Oma, die es einst der Liebe wegen nach Österreich verschlagen hatte. Van Blume hieß sie, gesprochen "Blüm"."Aber im Pass steht doch Blume!", insistierte der Zöllner. "Gut, dann heiße ich eben Blume", soll die Oma bei der Einreise achselzuckend geantwortet haben.

Der sogenannte Migrationshintergrund von Clara Blume ist nicht eben alltäglich, zum niederländisch-indonesischen Vater kommt eine spanischdeutsche Mutter. Die beiden trafen einander während des Medizinstudiums in Wien - und zwar ausgerechnet


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