Die Umweltfreunde kennen keinen Spaß

Fred Luks ist Ökoökonom und Nachhaltigkeitsfreak. In einem amüsanten Buch spießt er jetzt die Ökodummheiten von A bis Z auf

Politik | Rezension: Robert Misik | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Als Deutscher über Humor zu schreiben ist heikel und fast so, als schriebe ein Schotte über Maßlosigkeit." Mit diesen Worten beginnt der deutsche Ökonom Fred Luks das Kapitel über "Humor" in seinem Buch über ökologische Nachhaltigkeit. Das ist mutig. Erstens weil der Witz mit nationalen Stereotypen spielt und somit politisch inkorrekt ist. Zweitens weil Humor im Nachhaltigkeitsdiskurs nichts zu suchen hat. Bei der Nachhaltigkeit geht es ja um unser aller Überleben. Die Sache ist ernst.

Das seltsame, luzide Buch mit dem Titel "Öko-Populismus" könnte man mit einem schnellen Blick für das Werk eines Antiökologen halten. Aber Luks ist seit Jahrzehnten selbst Teil der Nachhaltigkeitsdiskurse. Er war Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie und arbeitet als Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Wenn er die Nachhaltigkeitsdiskurse kritisch aufspießt, dann auf die Art, wie man im erweiterten Freundeskreis seine eigenen


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