Musiktheater Tipp

Achim Freyer inszeniert Luci mie traditrici

Lexikon | HR | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Eine betörende Melodie, ein Gesang von Schönheit und Vergänglichkeit: Mit dieser Elegie des Renaissancekomponisten Claude Le Jeune beginnt Salvatore Sciarrino seine Oper Luci mie traditrici. In dramatischer Raffung der Zeit erzählt er, entfaltet am Geschehen eines Tages, die Geschichte vom Zerbrechen einer Liebe des italienischen Komponisten und Fürsten Don Carlo Gesualdo, Principe di Venosa, der 1590 seine Frau und ihren Liebhaber ermorden ließ. Sciarrinos Partitur liest sich wie eine Grammatik der Gefühle und führt in feinste psychologische Nuancierungen. Anna Radziejewska und Otto Katzameier singen die Hauptrollen, es spielt das Klangforum Wien, Regisseur Achim Freyer hat dem Ganzen ein szenisches Vorspiel vorangestellt.

Museumsquartier, Halle E, Sa, Mo, Di 19.30


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