Das quirlige Schneiderlein

Vor 20 Jahren hat Jean Paul Gaultier beim Life Ball Mode gezeigt. Jetzt ist der Designer wieder dabei. Gut für die Aids-Charity

Stadtleben | Würdigung: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Blut fließt: Der Meister hat sich in den Finger geschnitten. Während um ihn herum Hektik ausbricht, bleibt Jean Paul Gaultier gelassen und zeigt, was er zeigen wollte: wie er in den 80ern aus Konservenbüchsen elegante Accessoires bastelte. Den Dosendeckel und -boden wegschneiden, und schon hat man einen Armreif. Bis heute ist die Büchse provokante Verpackung seiner Luxusparfums.

Für den TV-Sender Arte hat der französische Designer unlängst die Archive seines Unternehmens geöffnet und zeigt, was er seit den 70ern bis heute geschaffen hat - abgesehen von einem kleinen Imperium Mode, die vielfach kopiert wurde und die Popwelt beeinflusste.

1995 führte Gaultier, der gern als das Enfant terrible der Modewelt beschrieben wird, bei der Wiener Aids-Charity Life Ball erstmals eine Auswahl seiner Kollektionen vor, die die 80er-und frühen 90er-Jahre geprägt haben. Jetzt, 20 Jahre später, kommt der Designer wieder mit einer Modenschau nach Wien.

Der stets etwas aufgedrehte Herr im Matrosenpulli


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