Der Mann, der den Song Contest holte

Der Chef von Wien Tourismus Norbert Kettner wirbt für Wien im Ausland und verändert dabei auch das Selbstverständnis der Stadt. Porträt eines Pragmatikers


Einschätzung: Nina Brnada
Politik | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Die Wiener Stadthalle ist der Ort, an dem sich die Arbeit von Norbert Kettner materialisiert. Ein Jahr lang bestand sein Tun für den Song Contest aus Besprechungen und Papieren. Nun aber haben sich die Pläne in Lärm und Stahl ausgewachsen.

Eine Hebemaschine, eine Art Bagger, steht inmitten der Halle, Arbeiter stemmen und hämmern, es riecht nach Staub und Spanplatten.

Die Bühne säumen runde Lampen, sie sind noch kalt. Ihre Anordnung mutet wie der Schweif der Milchstraße an.

Zum ersten Mal sieht Kettner die Vorbereitungen an dem Ort, wo der Song Contest stattfinden wird. Er gilt als wichtiger Mann im Hintergrund. Dass es zur Austragung des Song Contests in Wien überhaupt kam, ist auch sein Verdienst.

Kettner ist Chef von Wien Tourismus, jener kommunalen Einrichtung, die Wiens touristische Vermarktung betreibt. Als solche hat diese "an vorderster Front", wie Kettner sagt, dafür geworben, dass der Song Contest in Wien stattfindet. Graz und Innsbruck gingen leer aus. "So klar war das nicht,

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