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Geschäft mit den Toten: Theater aus Russland

Lexikon | SS | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Der Beamte Tschitschikow entwickelt das brillante Geschäftsmodell, Steuern für Tote einzutreiben. Aber in der Welt der Gauner ist er nur ein kleiner Fisch und wird bald selbst zum Opfer von noch viel größeren Gaunern. Der russische Regisseur Kirill Serebrennikow verzichtet in seiner Inszenierung von Nikolai Gogols Roman "Tote Seelen" zwar komplett auf eine Übertragung des Romansujets in die Jetztzeit, er fängt in seinem Stück aber trotzdem die Finanzjongleure des 21. Jahrhunderts ein. Ein reines Männerensemble tritt hier -auch in den Frauenrollen -auf die Bühne und verstrickt sich in eine Reihe absurder Begebenheiten. Eine Produktion des Gogol-Zentrums in Moskau, das zu den eigenwilligsten Kulturinstitutionen der Stadt zählt.

Volkstheater, Mi, Do 19.30 (bis 23.5.)


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