Die Alten als Renditeobjekte

Renditen für deutsche Fonds, schöne Gewinne aus Immobiliendeals. Erzielt mithilfe von Sozialhilfegeld. All das lässt das Land Steiermark für seine Pflegeheime zu. Wie lange noch?


Recherche: Gerlinde Pölsler
Steiermark | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015


Foto: J. J. Kucek

Foto: J. J. Kucek

Das Seniorenhaus „Wegwarte“ im obersteirischen Knittelfeld ist ein schmuckes Haus in Hellgrün. Mehrere betagte Frauen und Männer sitzen in ihren Rollstühlen vor der Haustür. Bis zu 120 Menschen wohnen hier. Den Aufenthalt berappt ein knappes Fünftel selber, die anderen zahlen entweder dazu oder Land und Gemeinden springen zur Gänze ein.

Die Wegwarte ist aber nicht nur die letzte Wohnstätte für die meisten, die hier einziehen, das Haus ist auch Teil des Fonds „IMMAC Pflegezentren Austria III“. Das auf „Sozialimmobilien“ spezialisierte deutsche Unternehmen war in den letzten Jahren in der Steiermark auf großer Einkaufstour. 18 Heime gehören ihm hier schon. Es wirbt für seine Finanzprodukte mit „hoher Anlagesicherheit“ und „ansehnlichen Renditen“ von 6,5 bis 8 Prozent.

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