Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Wiedner Haupstraße Center: die goldene Mitte


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Die Wiedner Hauptstraße ist lässig. Weil sie nämlich lang ist und auf ihrem Weg durch Wieden und Margareten ihr Gesicht doch ein paar Mal dramatisch ändert. Der Mittelteil ist irgendwie der hübscheste, hier stehen Alleebäume, hier wurde dem Autobahn-Zubringerverkehr noch nicht aller Lebensraum geopfert. Und hier tut sich auch geschäfts- und lokalmäßig einiges.

Das recht junge Allergiker-Café, zum Beispiel. Okay, ein Lokal, das nach einer Abwehrreaktion des Immunsystems genannt wird, klingt jetzt schon ein bisschen schräg. So außergewöhnlich ist das Lokal dann aber gar nicht, eine Art Konditorei in Blau und Weiß, in der Vitrine gibt's ein paar Kuchen, die alle ein bisschen sitzengeblieben aussehen, ziemlich blöde Namen haben (Marvin, Loren, Amelie, Estmond ...) und sympathisch selbstgebacken schmecken. Je nach Kuchen wird auf Milch, Ei, Nuss, Gluten, Lactose und Fructose verzichtet, was deutlich dokumentiert wird. Vegan oder Nicht-Erhitzung sind hier zum Glück kein Thema,

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