Kommentar Sexualkunde

Wie Kirche und ÖVP die Aufklärung an den Schulen vereiteln


Florian Klenk
Falter & Meinung | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Vierzig Jahre ist es her, dass die Abtreibung straflos gestellt wurde, soferne sie innert gewisser Fristen erfolgt (drei Monate bei gesunden Kindern, neun bei behinderten).

Die Fristenlösung hat viele Frauen vor Engelmachern bewahrt. Sie hat aber auch die SPÖ bequem gemacht. Diese hat es verabsäumt, nach den Gründen für Abtreibungen zu forschen, obwohl Österreich (vermutlich) ein Land mit unnötig vielen Abtreibungen ist.

Zu den Gründen, so Gynäkologen, gehören nämlich nicht nur Not und falsche Partnerwahl, sondern auch mangelnde Aufklärung und fehlendes Wissen im Umgang mit Verhütungsmitteln.

Und das ist, wie man dieser Tage sieht, der ÖVP und ein paar Alarmisten in Kirche und konservativer Presse anzulasten.

Worum geht's? Das rot regierte Bildungsministerium hat einen grundvernünftigen Erlass zum Aufklärungsunterricht zur Begutachtung verschickt.

Gabriele Heinisch-Hoseks Erlass hat das Ziel vor Augen, dass Kinder zu rücksichtsvollen, aufgeklärten, aber auch körperbewussten

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