Technik Dinge, die uns brauchen

Sag mir, App, welcher Planet da leuchtet

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Es soll Menschen geben, die ehrfurchtsvoll staunen, wenn sie den Sternenhimmel betrachten. Dabei könnten die meisten den Planeten Venus kaum von einer Straßenlaterne unterscheiden und den berühmten Andromedanebel - eine Galaxie mit einem Halo-Durchmesser von einer Million Lichtjahren - nicht von einer Linsentrübung im Fernglas.

Die Erhabenheit des Kosmos - schön und gut. Aber es schadet auch nicht zu wissen, was man da eigentlich sieht. Die ioS-App "Sky Guide" ( € 2,-) bietet Informationen zu 150.000 Sternen; man muss das iPhone oder das iPad nur auf den entsprechenden Himmelsausschnitt richten. Dazu braucht die App keine Internetverbindung. Über GPS, Gyroskop und Kompass erkennt "Sky Guide" Ausrichtung und Position. Per Fingerscrollen kann man die Himmelsansicht wechseln und in den jeweiligen Ausschnitt hineinzoomen.

Wer mehr über ein Himmelsobjekt erfahren will, muss nur auf den Namen klicken. Die Informationsartikel sind miteinander verlinkt. Mit "Sky Guide" kann man auch durch die Zeit reisen und etwa jenen Sternenhimmel betrachten, den die alten Griechen sahen. Für zwei Euro zusätzlich zeigt die App auch Position und Flugbahn von 250 Raumflugkörpern an, etwa von Raumsonden und Satelliten. Außerdem kann man sich über aktuelle astronomische Ereignisse benachrichtigen lassen. Wer es unromantisch findet, nächtens das iPad aufs Firmament zu richten, kann übrigens auch ins Planetarium gehen.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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