Österreich beim Song Contest: Vom k.u.k. Kalypso bis zu den Makemakes

Feuilleton | Gerhard Stöger | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Wer hat Österreich in den vergangenen Jahren beim Song Contest vertreten? Conchita Wurst, klar, aber wer fällt uns da sonst noch ein? Okay, Alf Poier, der halblustige Spaßmacher. "Weil der Mensch zählt", sang er 2003 und punktete weniger durch das Lied als vielmehr durch den hohen Gaga-Faktor. Platz sechs. Und, genau, die Traktorrapper Trackshittaz: "Woki mit deim Popo". Platz zwei in den österreichischen Charts, Platz eins beim Song Contest. Allerdings von hinten, und das schon im Semifinale. Doch sonst? Da muss doch noch mehr gewesen sein!

Tatsächlich hat Österreich in den 2000er-Jahren mehrfach auf die Teilnahme verzichtet. Rührend war 2006 die zugehörige Erklärung des damaligen ORF-Programmdirektors Reinhard Scolik, drei Jahre nach Poier: "Mittlerweile ist diese Veranstaltung zu einem Skurrilitäten-Wettbewerb geworden, der für die heimische Musikszene völlig irrelevant ist." Allzu lange sollte sich diese Sichtweise nicht halten.

Im Jahr vor Conchita sang Natália Kelly "Shine"


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