"Ab und zu muss es knallen"

Spannend: Das Signum Saxophone Quartet spielt klassische Musik mit vier Saxofonen - demnächst auch in Wien

Feuilleton | Porträt: Miriam Damev | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Diese Musik lässt aufhorchen: Saxofon pur, in den Stimmlagen Sopran, Alt, Tenor und Bass. Was wie eine Big Band klingt, schaffen tatsächlich vier Musiker. Unglaublich vielseitig spielt das Signum Saxophone Quartet Stücke von Grieg und Ravel, von Haydn und Schostakowitsch, von Bartók und Bach.

Das klassische Saxofon hat die Coolness einer Klarinette und die Kraft einer Posaune, es kann weich sein wie ein Violoncello und dunkel wie eine Tuba. Gängig ist das Saxofonquartett in der Klassik bei allem Reiz aber nicht gerade. "Das liegt wohl daran, dass unser Instrument erst relativ spät erfunden wurde", sagt Blaž Kemperle. "Dafür bringen wir frischen Wind in die Klassikwelt."

Gemeinsam mit Erik Nestler, David Brand und Alan Lužar bildet Kemperle das Signum Saxophone Quartet; seit zweieinhalb Jahren spielen die vier Saxofonisten in dieser Besetzung zusammen. Als "pure Klassiker" sehen sich die Musiker ohnehin nicht, eher als Grenzgänger. Weil es für ihre Besetzung nur wenig Originalliteratur


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