In Öl verewigt: Rührende Hommage an die größten Flops des Song Contest

Feuilleton | Nicole Scheyerer | aus FALTER 20/15 vom 13.05.2015

Sie wurde von Grace Kelly persönlich ausgewählt: Im Jahr 1966 zog die kroatische Sängerin Tereza Kesovija als Legionärin für Monaco in die Schlacht des Eurovision Song Contest (ESC), aber sie konnte keinen einzigen Punkt für die Fürstin abholen. Ein Porträt der Sängerin schmückt jetzt die Schau "The Nul-Pointers" im Leopold Museum, wo Tex Rubinowitz die Verlierer des Gesangswettbewerbs anstatt der Sieger bejubelt.

Kesovijas Kopfbild ist auf eine Holztafel gemalt, von ihrem aparten Pagenkopf rinnen schwarze Schlieren in ihre Augen. "Das sind schon Schmerzensleute", sagt Rubinowitz zu seiner nichtsdestotrotz lustigen Porträtgalerie. Auch wenn die Tafelbilder teils wie absichtlich schlecht gemalt aussehen - über Wilfried ("Mona Lisa", 1988) als senfgelb-grauen Ohrenbär kann man nur lachen -, sind sie eine Hommage an die Flops.

Rubinowitz' Zugang als Song-Contest-Aficionado wird auch durch die Biografien deutlich, die er mit Bleistift an die Wand geschrieben hat. Dort erfährt man


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