Stadtrand Urbanismuskolumne

Wien im Regen oder Pech gehabt

Stadtleben | Birgit Wittstock | aus FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Seit die Wurst vergangenen Mai in Kopenhagen den Song Contest gewann, herrscht in Österreich fast so etwas wie Hysterie. Anfangs ob der Frage, welches Bundesland das Wettsingen ausrichten darf, als dann endlich Wien als Austragungsort feststand, wurde monatelang geplant, renoviert, vorbereitet und aufgehübscht. Die Stadthalle ist abgesichert wie der Tresor von Fort Knox. Vergangenen Freitag konnte man noch beobachten, wie Mitarbeiter der Stadtreinigung auf den Grünstreifen der Ringstraße ungezählte Herzerln auf Holzpflöcken in die Erde klopften. Die Public-Viewing-Zonen sind gerüstet, und die Wirte reiben sich wahrscheinlich schon die Hände. Und jetzt das: Regen und Abkühlung, behaupten die Meteorologen. Das ist verdammt bitter. Tja, Wien ist eben nicht Mallorca, wo man getrost auf Sonnenschein bauen kann. Und wie man sieht, kann man zwar so ziemlich alles doppelt und dreifach absichern, nur das Wetter eben nicht.

Glück im Pech: Immerhin soll es am Finaltag schon wieder ganze 14 Grad haben, und der Regen könnte zwischendurch auch einmal pausieren.

Birgit Wittstock sieht sich den ESC schon daheim auf der Couch an - mit dicker Decke


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