Digitalia

IT-Kolumne

Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Letzte Woche machte ich mich an dieser Stelle über Benutzer lustig, die oft länger zur Beantwortung ihrer E-Mails brauchen. Dies beruhte, um ein wenig Hollywood-Sprech zu leihen, auf einer wahren Begebenheit: Auffallend wenige Antworten hatte ich in den Wochen zuvor auf meine Mails bekommen. Ich zweifelte an mir ("zu viele Smileys?"), suhlte mich in Selbstmitleid und wünschte mir zeitweise das Telegramm zurück.

Dann wurde ich unerwartet mit einer äußerst demütigenden Tatsache konfrontiert, insbesonders für selbsternannte Digitaleinheimische: Ich hatte versehentlich die Einstellungen geändert, sodass Antworten an eine E-Mail-Adresse gingen, die ich nicht mehr benutzte. Ich war also selbst schuld. Keine Ausrede möglich. Die Entdeckung der ausgebüxten E-Mails in der vergessenen Inbox löste unerwartet starke Emotionen aus ("Kommt zu Mama, ihr Schlawiner!")- wodurch sich die Beantwortung dieser weiter verzögerte.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige