Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Mad Bat Energydrink

Jetzt wird aber weiter in die Hände gespuckt, verrückte Fledermaus!

Stadtleben | MS | aus FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Wer nach einem langen Arbeitstag abends noch auszugehen oder weiterzuarbeiten gedenkt, wird womöglich auf Aufputschendes angewiesen sein. Nein, man meint hier keine verbotenen Substanzen. Man meint hier Zeug aus der Kategorie Energydrinks. Den Klassiker Cola kennt man, auf Red Bull verzichtet man, es wird Zeit für einen neuen, erfrischenden Geschmack.

Warum nicht in den Bioladen gehen? Und siehe da, es sticht einem sofort ein Getränk ins Auge: Mad Bat. Die ausgezeichnete Nachricht zuerst: Eine so hübsche und durchdachte Verpackung hat man lange nicht gesehen! Hier wurde eine Dose aus Pappe nachgebaut, silber eingefärbt und mit grünen, farbrollerartigen Strichen übermalt. Es gilt das Motto: Der Aludose den Garaus machen. Großartig! Einen Energydrink "verrückte Fledermaus" zu nennen hat auch Retro-Charme, der gewisse sympathische Töne anschlägt.

Das war's aber auch schon wieder mit den guten Nachrichten, jetzt die Katastrophe: Das Zeug schmeckt gar nicht.

Das auf starkem Schwarztee und Guarana-Extrakt basierende Getränk hat einen so sauren Geschmack, dass es einem die Nackenhaare aufstellt und man das Zeug auf der Stelle meterweit von sich werfen möchte. Da hilft auch der Aufdruck "Eiskalt genießen" nichts. Man könnte jetzt so weit gehen und vor lauter Zorn auf der Dose herumtrampeln. Aber nein, hier wurde ja ein Meisterwerk an Verpackung vollbracht. Jetzt heißt es Ärmel raufkrempeln und am Geschmack des Getränks arbeiten, Leute!


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