Der ewige Patient

Angeblich wird in der Pflege bald alles besser, heißt es nach dem Falter-Bericht. Aber wie realistisch ist das?


ANALYSE: GERLINDE PÖLSLER
Steiermark | aus FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Es ist ein listiges Argument, das die ÖVP da wagt. Ja, "in keinem anderen Bundesland wird so viel für die stationäre Versorgung pflegebedürftiger Menschen ausgegeben", schreibt sie. Das sei deshalb, "da die Steiermark in diesem Bereich ein überdurchschnittlich gutes Angebot aufweist". Die Wahrheit ist: Die Steiermark zahlt den Heimbetreibern viel zu viel für das Falsche, es gibt bei weitem zu viele Betten, und die Leute wurden geradezu ins Heim getrieben. Wie der Falter vergangene Woche aufzeigte, kommt das viele Geld nicht bei Bewohnern und Personal an.

Der Grünen-Landeschef Lambert Schönleitner spricht nach dem Falter-Bericht von einem "Pflegeheimskandal" und meint: "Spätestens jetzt wird kein Weg an einem Untersuchungsausschuss vorbeiführen." Die ÖVP hält dagegen, es sei doch ohnehin alles auf Schiene. Landesrat Christopher Drexler habe seit seinem Amtsantritt im März 2014 schon so viel unternommen. Allerdings ist er nicht der Erste, der alles umzukrempeln verspricht.

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