Nachgetragen Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Teure Kleidungsstücke, ausgebeutete Arbeiter: Ein Vortrag über Mode

Politik | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Beim Modediskonter Kik (Werbeslogan: "Nur nackt ist billiger") konnte man sich ausrechnen, dass viele seiner Produkte in der Katastrophenfabrik von Rana Plaza in Bangladesch produziert wurden. Rana Plaza ist zum Mahnmal für die Ausbeutung der Näherinnen geworden, die zu sklavenähnlichen Bedingungen schuften müssen. 2013 kamen beim Einsturz der baufälligen Fabrik mehr als 1000 Menschen ums Leben, viele weitere wurden schwer verletzt und waren in der Folge arbeitsunfähig.

Aber kleben Blut und Schweiß nur auf der Diskontware? Sind teure Modestücke ethisch unbedenklicher? Nicht unbedingt, sagt Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende des feministischen Vereins Femnet. Sie kennt die Szene der Arbeiterinnen sehr gut, schließlich arbeitet sie als entwicklungspolitische Gutachterin und Campaignerin. Ihr Buch "Todschick. Edle Labels, billige Mode - unmenschlich produziert" stellt sie im Kreisky-Forum vor und gibt einen Einblick in eine Arbeitswelt, in der Demütigungen, Unterdrückung und Ausbeutung zum Alltag zählen. Falter-Autor Robert Misik moderiert die Veranstaltung.

Do, 21. Mai, 19 Uhr, Kreisky Forum, 19., Armbrustergasse 15, Anmeldung unter www.kreisky-forum.org


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