Die Alten mit den großen Geschichten

Der Wiener Sportklub kämpft wieder einmal mit der Realität der Regionalliga


REPORTAGE: JOHANN SKOCEK
Stadtleben | aus FALTER 21/15 vom 20.05.2015

Geht schon, Tempo!" Schütteres Händeklatschen. Die Bayern-München-Analytikerclique eine Reihe weiter oben reagiert auf einen Konter des Wiener Sportklubs. Zweite Halbzeit im Abstiegsduell gegen die Donaufeld, auf den Rängen drängen sich 1500 Zuschauer. Noch 0:0. Beide Mannschaften müssen gewinnen, um nicht aus der Regionalliga abzusteigen. Am hinteren Ende der gedeckten Tribüne haben sich ein paar hundert Sportklub-Anhänger zusammengedrängt. Ein lautes Nest. Es wird sich schließlich mit einem Lächeln und 3:0 auflösen. Der Sportklub könnte es packen, der Donaufeld aber droht der Abstieg in die Wiener Stadtliga.

Der Wiener Sportklub hat quasi fonetisch eine mehr als 100 Jahre alte Geschichte. Denn der Vereinsname klingt dem Wiener Sportclub zum Verwechseln ähnlich. Dieser 1907 gegründete WSC verlor am Beginn des neuen Jahrtausends seine Lebenskraft. Anhänger bildeten einen neuen Verein, um wenigstens die Aura und den Klang des Klubs zu retten. Unendlich mühsame und komplizierte

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