Kommentar Kulturpolitik

Prämien statt Strafen: Ostermayers Gesetz für die Bundestheater


STEFANIE PANZENBÖCK
Falter & Meinung | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

So aufgebracht waren die Kultursprecher der Oppositionsparteien schon lange nicht mehr. Beate Meinl-Reisinger (Neos), Wolfgang Zinggl (Grüne) und Walter Rosenkranz (FPÖ) präsentierten sich vergangene Woche in widerständiger Einigkeit. Der Auslöser war die Novelle des Bundestheaterorganisationsgesetzes. Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) will die Subvention für Burgtheater, Staatsoper und Volksoper um 14 Millionen Euro im Jahr erhöhen. Dieser Gesetzesentwurf wird die gesamte Kulturlandschaft aufwirbeln. Die Opposition tobt. Zu Recht.

Die Bundestheater wollen seit ihrer Ausgliederung mehr Geld vom Staat, obwohl diese Halbprivatisierung mit einer Kostensenkung argumentiert wurde. Dass die Kassen tatsächlich leer waren, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Allerdings lag die Verantwortung dafür nicht beim bösen Bund, sondern bei den Bundestheatern selbst, die nicht mit Geld umgehen konnten oder wollten: Überhöhte Gagen, zu teure Produktionen, Prämien und Zuschläge waren durch

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