Nachgesehen Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Wenn Schulkinder fragen: "Mama, wie oft schläfst du mit Papa?"

Politik | BARBARA TÓTH | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Wie soll in Schulen über Sexualität gesprochen werden? Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) bereitet einen neuen "Grundsatzerlass" zur Sexualerziehung vor. Der alte stammt aus dem Jahr 1990, als Youporn und Sexting noch unbekannt und gleichgeschlechtliche Liebe noch stärker tabuisiert waren. Logisch, dass das Thema katholische Lobbyinggruppen auf den Plan gerufen hat. Sie fürchten die "Übersexualisierung" der Kinder und warnen vorm Pornoschauen in Schulen.

Laura Schoch von der Sozialistischen Jugend ist das jüngste Mitglied im Beirat, der die Ministerin beim neuen Grundsatzerlass berät. Sie versteht die Aufregung nicht. "Sexualerziehung fand bisher entweder im Biologie- oder im Religionsunterricht statt. Es gab also trockenes Faktenwissen oder zum Teil altmodische Moralvorstellungen. Sex ist ein schöner und ganzheitlicher Teil des Lebens und genau das soll die Schule auch vermitteln."


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