Pop Tipps

Lieber etwas seltsam als Mr. Indie-Posterboy

Lexikon | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Als Sänger der New Yorker Retro-Rockband The Strokes wurde Julian Casablancas zum Posterboy des großen Gitarren-Revivals kurz nach der Jahrtausendwende. Seit den ausgehenden Nullerjahren verfolgt Casablancas auch eine Solokarriere; seit dem letztjährigen Album "Tyranny" firmieren er und seine Band unter Julian Casablancas &The Voidz. Gefallsucht ist ihre Sache nicht, handliche Tanzmusik für die Indiedisco auch nicht. Lieber toben und torkeln sie zwischen Avantgarde-Spielereien, Synthiepop-Sonderbarkeiten, Metal-Anwandlungen, Afrobeat und allerlei mehr umher. Wohlwollend betrachtet ist das durchaus interessant, kritisch betrachtet ist es ein wenig orientierungslos. Ein bisschen seltsam ist es in jedem Fall, was bei einem Typen, der längst auch den 08/15-Indie-Schnuckel geben könnte, aber natürlich nicht gerade unsympathisch wirkt. GS

Arena, Di 20.00

Fanden Sie diesen Artikel interessant? Dann abonnieren Sie jetzt und bleiben Sie mit unserem Newsletter immer informiert.

FALTER 12/19
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

  • Schlampige Verhältnisse

    Österreichs Hypo-Krisenmanagement hat internationale Institutionen brüskiert
    Politik | KRITIK: KURT BAYER | aus FALTER 22/15
  • Digitalia

    IT-Kolumne
    Medien | ANNA GOLDENBERG | aus FALTER 22/15
  • Zerstören Sie das Musikgeschäft?

    Dumpingpreise für Künstler, dafür gratis Songs hören. Spotify-Managerin Marie-Luise Heimer erklärt ihr Geschäftsmodell
    Medien | INTERVIEW: BIANCA XENIA MAYER | aus FALTER 22/15
  • Hernals soll Hamburg werden

    Folge XIII: Johann Brandstett er will die zugeparkte Frauenfelderstraße zum Blühen bringen. Er hat schon ein paar Nachbarn gewonnen. Die andern will er mit einem Fest aufrütt eln
    Politik | REPORTAGE: HANNAH SCHIFKO | aus FALTER 22/15
  • Tiny Dancer

    Kinder im Ballett, das klingt nach Schmerz und Drill. Olivia will ins Staatsopernballett und trainiert jeden Tag dafür. Warum?
    Feuilleton | REPORTAGE: LUKAS MATZINGER | aus FALTER 22/15
×

Anzeige


Anzeige