Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

Falter & Meinung | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Dies ist eine Botschaft aus der Vergangenheit. Heute ist Freitag, der 22. Mai 2015. Das Wetter ist mies und die Song- Contest-Fans in der Redaktion (Christopher Wurmdobler läuft noch immer mit seiner Conchita-Handpuppe herum) zittern dem Finale entgegen. Derzeit sieht es so aus, als ob die Esten Erste werden und sich die Ungarn darüber ärgern, weil ihre Sängerin ja auch nicht so schlecht war. Aber das sind heute, Freitag, nur alles Vermutungen, Sie sind heute, Mittwoch, schon viel klüger. Jedenfalls wird dieses Heft, das sie gerade vor Augen haben, gerade erst fertiggestellt. Wir kommunizieren hier also über Zeit und Raum. Irgendwie gruselig, nicht?

Ebenso seltsam ist es, die zwei Chefinnen vom Dienst Isa Grossmann und Marianne Schreck gemeinsam im Büro zu sehen. Denn die beiden Damen, die jede Woche aufs Neue den Überblick behalten, alles organisieren, Rechte klären, unsere Fehler finden und das Heft sehr sorgsam zusammenbauen, verhalten sich zueinander wie Superman und Clark Kent. Die Heldinnen der Arbeit treten nie gemeinsam auf.

Sie teilen sich die Produktionsarbeit und ihren Arbeitsplatz schwesterlich: Freitag ist Schrecktag, Montag ist Grossmanntag. Weil aber der kommende Montag ein Feiertag ist (hoffentlich haben Sie ihn genossen, wir haben ihn ja noch vor uns - juhuuu! - und beten für schönes Wetter!), fällt die Montagsproduktion auf die Freitagsproduktion und vermengt sich damit zu einem sogenannten Grossschrecktag. Das sind innerredaktionelle Freudentage. Wir feiern sie hier größer als Pfingsten.


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