Der Meister der rechten Streicheleinheiten

Mit Hans Niessl regiert seit 15 Jahren ein roter Totalpragmatiker das Burgenland. Jetzt muss er umsatteln

Politik | BESUCH: BARBARA TÓTH | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Wenn Hans Niessl über Hans Niessl spricht, wird schnell klar, wofür er steht. "Ich soll ein Populist sein? Die SPÖ beschäftigt sich doch nur mehr mit Randthemen wie Ampelpärchen und Sexualkunde. Das interessiert in der Stadt wenige und am Land schon gar keinen. Ich mach das anders. Sollen sie mich Populist nennen. Ich sehe mich als Pragmatiker." Niessl, seit 15 Jahren im Amt, setzt im burgenländischen Landtagswahlkampf lieber auf die Themen Sicherheit und Arbeitsplätze. Macht ja kaum noch einer in der SPÖ, findet er.

Niessl, das ist der Rechtsaußen der österreichischen Sozialdemokratie mit dem sympathischen Gesicht. Auf Wahlplakaten posiert er streng mit Funkgerät und Polizist, dann wieder mit seinem Schoßhund Rico. Als Niessl 2000 erstmals Landeshauptmann wurde, hatte der damals noch hölzerne Apparatschik so wenig politisches Gewicht wie sein Mikro-Bundesland. Inzwischen rühmt er sich selbstbewusst, die beste rote Landesorganisation zu haben, gemessen am Wahlergebnis völlig


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