Die neuen Bauern von Wien

Er war Tonmeister, sie Betriebswirtin. Jetzt sind Ali und Oliver Kaminek Landwirte mitten in der Stadt


BESUCH: NINA HORACZEK
Stadtleben | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015


Foto: Heribert Corn

Foto: Heribert Corn

Die sichtbarsten Spuren finden sich unter den Fingernägeln. Sie könne noch so viel einseifen und waschen, schrubben und bürsten, trotzdem sieht man noch etwas, sagt Alexandra Kaminek. Kein Wunder, schließlich stecken ihre Finger auch jeden Tag in der Erde.

Alexandra Kaminek, 37, die alle „Ali“ nennen, ist studierte Betriebswirtin. Zusätzlich hat sie einen Master in New Media. Ihr Mann Oliver, 40, hat das Konservatorium absolviert und danach auf dem international angesehenen Liverpool Institute for Performing Arts studiert. Fast zwei Jahrzehnte war er als Tonmeister auf der ganzen Welt tätig.

Jetzt stehen die beiden in ausgewaschenen Leiberln und abgeschnittenen Hosen auf einem ihrer Äcker. Auf der Brünner Straße im 21. Bezirk ziehen die Autos und Lastwagen vorbei. Gleich daneben wässern die Kamineks ihre Paradeiserpflänzchen, sammeln Hühnereier ein und machen ihren Mangalitzaschweinen eine „Suhle“, ein Gatschbad, in dem sich die Tiere mit den borstigen Locken auch gleich wälzen. Vor ihnen die Skyline von Wien, vom Gatschbad der Schweine sieht man über die ganze Stadt, von den Türmen des AKH bis zum Riesenrad.

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