Bei Ankunft Chaos

Österreich holt syrische Flüchtlinge und kümmert sich bis kurz vor ihrer Ankunft nicht um deren Betreuung

Politik | BERICHT: NINA BRNADA | aus FALTER 22/15 vom 27.05.2015

Wenn man weiß, dass etwas geschehen wird, kann man sich darauf vorbereiten. Planung ist das halbe Leben. Die andere Hälfte ist Österreichs derzeitiger Umgang mit Flüchtlingen.

Nicht nur, weil Asylwerber seit kurzem in Zelten wohnen müssen, obwohl die Flüchtlingsströme niemanden mehr überraschen. Österreichs mangelhaften Organisationsgrad in Flüchtlingsfragen zeigt auch ein anderer aktueller Fall. In diesem geht es um die Versorgung jener Flüchtlinge, die die Regierung aktiv nach Österreich holen möchte. Diese Menschen werden schon Ende Mai in Österreich ankommen. Aber erst auf den allerletzten Drücker, wenige Tage vor ihrer Ankunft, wurde nun entschieden, wer sich um sie kümmern wird.

Diese Geschichte begann vor rund einem Jahr. Damals beschloss die Regierung, mittels eines sogenannten humanitären Aufnahmeprogramms 1000 syrische Flüchtlinge nach Österreich zu holen. Zuvor war bereits in einer ersten Aktion 500 Menschen die Unterbringung in Österreich zugesichert worden.


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